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Solar-Megapark für die Mongolei

GILDEMEISTER energy solutions - Karriere

Solarpark Sainshand als Stärkung für die mongolische Infrastruktur

In der mongolischen Wüste Gobi ist in den letzten Wochen ein besonderes Vorzeigeprojekt entstanden: Auf einem Gelände von rund 330 Hektar bauten die Joint Venture Partner GILDEMEISTER energy solutions und LSG Group den ersten Solarpark dieser Größenordnung.

Die Zahlen des Megaparks, der an das mongolische Stromnetz angeschlossen wird, sind beeindruckend: Mit einer Leistung von 30 MW und einer geschätzten Gesamtproduktion von knapp 57.000 MWh pro Jahr wird er die benachbarte Stadt Sainshand mit ihren 27.000 Haushalten mit grüner Energie versorgen können. Charmant ist aber nicht nur diese Aussicht, sondern auch die Lage des Parks. Er liegt an der so genannten „Seidenstraße aus China“ – die Transmongolische Eisenbahn führt unmittelbar vorbei.

Auf der antiken Seidenstraße wurden früher Waren wie Seide, Gold und Silber gehandelt, in diesen Tagen sind es hochwertige PV-Komponenten, die auf den Weg aus Europa sowie China in Richtung Mongolei geschickt werden.

„Die hervorragende Anbindung erleichterte uns den Transport in der Bauphase natürlich immens“, erklärt Projektleiter Kurt-Stuart Ristl. Immerhin wurden für den Bau rund 250 Container in einer Größe von 40 Fuss bewegt, um Unterkonstruktion, Module, Wechselrichter und Co. an Ort und Stelle zu bringen. Durch diese optimalen Anlieferbedingungen war es möglich, die Materialien noch vor dem eisigen, mongolischen Winter an Ort und Stelle zu bringen. Die Installationsarbeiten sind inzwischen nahezu abgeschlossen, es folgt die Inbetriebnahme-Phase.

Ermöglicht hat das wegweisende Projekt als Auftraggeber die Desert Solar Power, eine Projektgesellschaft des Investmentunternehmens United Green. Finanziert wird der Park unter anderem auch mit Mitteln der EBRD (Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) sowie der niederländischen Entwicklungsbank.

Ziel ist es, die Mongolei zunehmend unabhängiger von importierter Energie zu machen. Nicht nur während der Bauphase, sondern auch im laufenden Betrieb werden örtliche Unternehmen eingebunden und damit ebenfalls unterstützt. Der Solarpark Sainshand gilt als Stärkung für die örtliche Infrastruktur, wird ökologisch absolut verträglich in die Landschaft integriert und spart in Hinblick auf die Energiebilanz in Summe über 45.000 Tonnen CO² pro Jahr gegenüber der bisherigen, herkömmlichen Stromproduktion. Und perspektivisch reisen dann womöglich auch die Gäste der transmongolischen Eisenbahn irgendwann mit 100% grünem Strom.
Foto: Kurt-Stuart Ristl

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